Aufwindkraftwerke

- eine Form der solarthermischen Stromerzeugung

Aufwindkraftwerke sind Anlagen zur nichtkonzentrierten solarthermischen Stromerzeugung. Das äußere Erscheinungsbild einer solchen Anlage besteht aus einem (je nach Anlage) ca. 750m hohen Turm mit einem Durchmesser (j.n.A.) von ca. 80m. Am Boden befinden sich darum Glas-/Folienkollektoren mit einem Durchmesser (j.n.A.) von 2200m. Der Boden unter den Kollektoren dient als Wärmespeicher. Eine weitere Form besteht darin, unter die Kollektoren Wasserschläuche zu legen. Eine derartige Wärmespeicherung ist deshalb vorteilhaft, weil

Der Eigenverbrauch der Pumpen dafür bleibt unter 1% der erzeugten Strommenge.

Der Vorteil dieser Anlagen ist, dass sie nicht auf permanente Sonneneinstrahlung angewiesen sind, sondern auf den Temperaturunterschied zwischen Außenluft und Kollektorluft und der Speicherkapazität des Erdbodens bzw. der Wasserschläuche. Aufgrund dessen können diese Anlagen im Grundlastbereich gefahren werden.

Die Turbine, die letztendlich den Strom erzeugt liegt entweder vertikal (senkrechte Drehachse) am Fuß des Turms oder horizontal am Umfang des Turmfußes. Es werden entweder eine (vertikal) oder mehere Turbinen (horizontal) eingesetzt. Im Gegensatz zu Windenergieanlagen sind diese Turbinen druckgestuft (und nicht geschwindigkeitsgestuft). Der Wirkungsgrad einer solchen Turbine ist dabei höher als bei einer offenen geschwindigkeitsgestuften Turbine.

Die wichtigsten Daten einer solchen Anlage erhielt man aus einer Demo-Anlage in Spanien, die bis 1989 in Betrieb war. Mit einer Turmhöhe von 192m und einem Kollektordurchmesser von 240m erzeugte sie 0,05 MW.

In Planung sind derzeit noch eine Anlage mit 100MW Leisung, einer Turmhöhe von 1000m und einer Kollektorfläche von 7000m in Spanien und in Australien mit 200MW Leistung, einer Turmhöhe von 1000m und einer Kollektorfläche von 7000m. Bei dem Projekt von Solar Millennium AG in Spanien soll eine vertikale Turbine und in Australien von EnviroMission AG sollen 32 horizontale Turbinen eingesetzt werden.

Weitere Informationen unter

Ich zitierte aus Kaltschmitt, M. u.a.: Erneuerbare Energien; Springer-Verlag, Berlin 2006, 4. Auflage.

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2 Kommentare
  1. Martin am 5. Januar 2008

    Hey Dirk,

    kannste mal nen Bild von dem Teil schicken. Ich glaube ich kenne die schon. Von BINE-Infodienst. Würd aber noch mal gucken.

    Danke! =:-)

  2. Basti am 11. Januar 2008

    Ahoi,

    Problem bei dem Teil sind wohl aber die immensen Investitionskosten, meinen meine Kollegen. Aber auf alle Fälle ne schicke Idee.

    Basti

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