Einträge im März 2008

Bike for Peace and New Energies

Was steht hinter der Aktion “Bike for Peace and New Energies”?

Es ist eine Art Friedensfahrt von Paris über Moskau nach Peking. Es ist keine gewöhliche Reise, sondern soll eine Aufbruchstimmung verbreiten. Themen wie “Erneuerbare Energien statt Kriege um Öl”, “Abrüstung und sozialer Ausgleich”, “Friedenspolitik statt Militärgewalt” und “Abschaffung aller Atomwaffen bis 2020″ sind die Hintergründe dieser Bewegung. Bike for Peace ist kein Reiseveranstalter, sondern sind Umweltaktivisten, die sich zusammengetan haben um eine Friedensfahrt zu organsieren.

Die Strecke führt an, für uns, sehr bekannten Orten, wie Darmstadt, Weimar, Leipzig und Dresden, vorbei. Es gilt nicht das sture Bewältigen der Strecke als Ziel, sondern auch das Besichtigen örtlicher Sehenswürdigkeiten.

Wo und was genau hinter dieser Veranstaltung steckt könnt ihr dem angehängten Flyer entnehmen. Ich bin von dieser Aktion sehr begeistert und würde gern eine Stück mitfahren.

Info-Flyer zu BfP

Als Sponsor treten sehr viele Solarfirmen an, was mich persönlich sehr erfreut. :)

Molkerei – Siegel

Molkereisiegel

Dieses Siegel ist auf jedem Molkereiprodukt zu finden. In der letzten Zeit ist es auch auf Fleischprodukten zu finden. Mit Hilfe dieses Siegels lässt sich der Produktionsort des Produktes ermitteln, zwar nur Bundesland genau, aber immerhin. In der ersten Zeile steht das Herkunftsland. DE steht dür Detuschland (FR – Frankreich, CZ – Tscheschiche Republik, IT – Italien, AT – Österreich). Also die üblichen Abkürzungen. In der 2. Zeile links steht dann das Bundesland (SN – Sachsen, TH – Thüringen, HE – Hessen, BW – Baden Württemberg, BY – Bayern, BB – Brandenburg, SH – Schleswig Holstein, NW – Nordrhein-Westfalen, RP – Rheinland-Pfalz…) Bei SN muss man zusätzlich noch kritisch hinterfragen, ob es aus Leppersdorf stammt. Denn in Leppersdorf sitzt die stark umstrittene Firma Müller zu der unter anderem auch Sachsenmilch gehört. Wie viele von euch wissen, wird Müller unter Anderem vorgeworfen, dass Werk in Leppersdorf aus Staatsfödermitteln finanziert zu haben um in der Summe 30 Arbeitsplätze abzubauen. Bei der deutschen Markenbutter ist es nahezu immer und überall aus Leppersdorf. In Dresden gibt es die wunderbare Alternative von “Vogtlandweide”. Die streichzarte “Du-darfst”-Butter kommt aus CZ. Ist daher aus ökologischen und sozialen Gesichtspunkten nicht zu empfehlen.

Auf diese Weise kann man beim Einkaufen darauf achten, dass die Produkte aus der Region kommen, und man es somit vermeidet, dass durch den Transport der Ware sehr viel CO2 emmitiert wurde. Ich bin mir im Klaren, dass dies nicht immer funktioniert, denn Bananen kann man in Dtl. schlecht anbauen. Es ist auch sinnvoll bei Obst und Gemüse immer auf das Herkunftsland zu achten. Erdbeeren und Tomaten aus Holland sind beispielsweise nicht zu empfehlen, weil diese stark mit chemischen Dünger bearbeitet sind, damit sie zum Einen zu jeder Jahreszeit angeboten werden können und zum Anderen, damit die eine wunderschöne Farbe besitzen. Was sich auch in den letzten Jahren gezeigt hat, ist, dass für die Herstellung von Apfelsaft Äpfel aus China importiert werden, weil dies deutlich billiger ist als einheimische Äpfel zu verwenden. Wenn möglich sollte man Apfelsaft direkt vom Kelter vor Ort kaufen. In diesem Sinne wünsche ich einen spannenden Einkauf…

Neue Kategorie – Leben

In dieser neuen Kategorien “Leben” möchte ich unterschiedliche Anreize, Möglichkeiten aufzeigen umweltbewusst, sozialvertäglich zu leben. Eine solche Lebensweise ist nicht zwingend mit einem finanziellen Mehraufwand verbunden. Ich werde auch ganz besonders Dinge zeigen, die für Jeden erschwinglich sind. Meist bedarf es nur einem gesunden Verstand und einem offenen Auge für Kleinigkeiten.

Es ist auch sehr von mir gewünscht, über Kommentare, Kritik, eigene Erfahrungen oder Ergänzungen zu machen, damit dies auch Hand und Fuß hat und nicht nur von mir verwaltet wird. Wenn jemandem von euch ein Thema besonders auf dem Herzen liegt, kann er dazu einen kleinen Artikel schreiben, den ich hier auch gern veröffentliche.

Öl-Pipeline durch den Regenwald

2003 wurde im Regenwald (genauer im Amazonasgebiet) eine Pipeline in Betrieb genommen. Dafür wurde ein Konsortium aus 7 Ölfirmen, darunter AGIP, gegründet. Hauptfinanzier des Unternehmens war die WestLB.

Ich möchte an dieser Stelle aus dem Buch “Schwarzbuch Öl” zitieren, weil es die Umweltauswirkungen dieser Pipeline am stärksten ausdrückt:

“Der Bau [der Pipeline, Anm. von mir] machte die Errichtung Dutzender neuer Zufahrtsstraßen notwendig, entlang der Pipilinetrasse mussten tausende Bäume weichen. Geologen sind beunruhigt: Die OCP [der Name der Pipeline, Anm. von mir] kreuzt seismische Bruchlinien und führt an sechs aktiven Vulkanen vorbei. Auf den 165 Kilometern, die durch die Anden führen, bebt die Erde immer wieder. Im November 2002 brach der Vulkan Reventador aus – die Pipeline (damals noch nicht in Betrieb) wurde auf über neunhundert Metern völlig zerstört, die Schäden für die Umwelt wären beträchtlich gewesen, hätte sie bereits Schweröl geführt.

Was Umweltschützer von Anfang an kritisiert haben, war, dass die Pipeline aus Kostengründen nördlich von Quito vorbeigelenkt wurde: Hier führt sie durch das Reservat Mindo-Nambillo, ein nahezu unberührtes Regenwaldparadies. Im Mindo-Reservat muss die Leitung große Höhenunterschiede überwinden und nimmt ihren Weg über den Kamm des Berges Guarumos. In diesem Teil der Strecke besteht die Gefahr, dass ein Erdrutsch Teile der Pipeline in die Tiefe reißen könnte. “Wir haben in Mindo heftige Niederschläge. Weitere Erdrutsche werden die Pipeline so stark unterhöhlen, dass sie bricht”, fürchtet Cesar Fiallo, Sprecher der lokalen Umweltgruppe Acción por la Vida. Das Öl würde dann die Steilhänge hinunterfließen und riesige Gebiete des Regenwaldes verseuchen.”

Ich zitierte aus: Seifert, Th., Werner K.: Schwarzbuch Öl. Wien: Deutige Verlag 2005. S. 203.

Noch einige Infos in eigener Sache. Viele Einwohner haben sich gegen dieses Projekt gewährt. Leider ohne Erfolg, weil die Regierung Söldnerfirmen engagierte, die im Sinne der Ölfirmen Menschen, die sich wehrten, töteten oder folterten. Viele Ölfirmen engagieren Söldnerfirmen, um ihre Ölquellen zu “sichern”. Dabei wird meist, nein immer, sehr brutal und rücksichtslos umgegangen. Söldnerfirmen verfügen über sehr viel Geld, denn Ölfirmen ist dieser “Schutz” sehr viel wert. Häufig gibt es auch eine Art Deal mit den Regierungen, wie in Equador, dass die Regierung Konzessionen an Ölfirmen vergibt und eine Söldnerfirma gegründet wurde. Aus den Ländern der Ölkonzerne werden dann Waffen und Munition geliefert, um die Söldnerfirmen auszustatten. Am Beispiel OCP kämpft auch die Gruppe “eine-Welt-Netz-NRW” gegen Korruption, sozialer Ausbeutung und Umweltverschmutzung im Regenwald.

Klimawandel hin oder her. Meines Erachtens führt unser Überkonsum an Gütern nicht nur zum Klimawandel, sondern viel mehr zu sozialer Unterdrückung, Ungerechtigkeit, massiver Umweltverschmutzung und dem damit verbundenen Entzug der Lebensgrundlage vieler Menschen auf der Erde.

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