Wie sauber ist Atomstrom?
Nach bisheriger Meinung der Wissenschaft und Politik galt Atomstrom immer als sehr sauber, im Sinne der CO2-Emissionen. Es solle daher dazu dienen, die Lücke zwischen steigendem Energiebedarf und sinkenden Reserven fossiler Energieträger, in Hinblick auf Reduktion der CO2-Emissionen durch das Kyoto-Protokoll, zu schließen.
In einer Darstellung des Öko-Instituts Darmstadt wird diese Aussage revidiert. In einer Studie wurde festgestellt, dass Kernkraftwerke mehr CO2-Emissionen produzieren als erneuerbare Energien und ähnlich soviel wie Erdgas-BLockheizkraftwerke. Wird zudem noch Uran aus Südafrika importiert, so steigen die äquivalenten CO2-Emissionen/kWhel um das 4fache! Wie schon in einigen Artikeln ausgeführt birgt die Energiewandlung mittels Kernkraftwerken weitere erhebliche Risiken. Dazu kommt noch, dass die Reserven von Uran bei dem derzeit rasant steigenden Uranbedarf nicht allzu lange reichen. Die Umweltforscher meinen, dass Atomenergie sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten könne.
(Quelle: Welt Kompakt vom 25.4.2008. S. 11 “Dreckiger Atomstrom”)
Mh…meine abhaltende Position zur AWKs kennst du sicherlich. Andererseits wie repräsentativ ist die Studie? Öko-Institut in DA: Ist das super? Haben die Industriepartner? Wo haben die Studienbetreiber vorher gearbeitet? Warum wird das Resultat mit Dreckiger Atomstrom polemisiert und damit die Intention der Studie in eine Richtung gedrängt? Da sind noch Fragen offen.
Aber echt krass! Das noch niemand vorher auf die Idee gekommen ist den Input eines AKWs in die Bilanz aufzunehmen…
in darmstadt geht was…
+++++++++++++++++++ Neue Studie beweist Atomstrom schützt nicht das Klima
Frankfurt (RPO). Nach einer neuen Studie des Darmstädter Öko-Instituts ist die Klimabilanz von Atomstrom schlechter als die von erneuerbaren Energien, zum Beispiel aus Biogas und Windkraft. Zudem seien die weltweiten Vorkommen von Uran begrenzt.
Nach Angaben der Wissenschaftler verursachen Atomkraftwerke ähnlich viel Kohlendioxid-Emissionen wie Erdgas-Blockheizkraftwerke und sind zudem mit hohen Risiken behaftet, wie die “Frankfurter Rundschau” berichtete. Außerdem seien die Vorräte des für Atomstrom notwendigen Brennstoffs Uran begrenzt. Atomenergie könne deshalb keinen sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Für die Studie erstellte das private Umweltforschungsinstitut eine Treibhausgas-Bilanz verschiedener Energieträger, die den Produktionsweg von Gewinnung über Transport, Verarbeitung bis hin zur Nutzung und den Kraftwerksbau einbezieht. Anschließend berechneten die Wissenschaftler den Kohlendioxid-Ausstoß pro Kilowattstunde Strom.
Am besten schnitten der Zeitung zufolge die Biogas-Nutzung in regionalen Blockheizkraftwerken, die Windkraft sowie in der Mittelmeer-Region erzeugter Solarstrom ++++++++++++++++++++++
am 24.4 bei ariva gelesen