Einträge im November 2008

Wenn Kühe Methan furzen…

Heute möchte ich ein neues Thema beginnen. Ich möchte strittige Thesen zu den Themen Klimawandel , Energie, Ökologie, Verkehr und Nachhaltigkeit sammeln und diese dann hier kommentieren und mit wissenschaftlichen Erkenntnissen hinterlegen um somit mehr Klarheit zu schaffen. Beginnen möchte ich mit 3 Thesen. Wenn euch solche Thesen einfallen, dann immer an mich senden!


Kühe rülpsen Methan
Nun schon mehrere Male habe ich dieses Gerücht gehört. Deshalb möchte ich es an dieser richtig stellen. Kühe furzen Methan. Das hat zur Folge, dass in entwickelten Industirenationen die Methanemission sehr hoch ist. Methan wird unter anderen bei Mülldeponien und beim Reisanbau freigesetzt. Methan ist das am stärksten wirkende Treibhausgas. Es wirkt 20mal stärker als Kohlendioxid - CO2. Es tritt aber nicht in den Mengen in der Atmosphäre auf wie CO2. Trotzdem ist dieses Gas als Treibhausgas nicht zu vernachlässigen.
In diesem Jahres konnte der Nordpol erstmals mit dem Schiff umfahren werden. Wissenschafter haben festgestellt, dass der bisher gefrorene Meeresboden auftaut, wodurch das dort gespeicherte Methan CH4 in die Atmosphäre entweichen wird. (Quelle: http://www.umweltlexikon-online.de)

Kuh

Photovoltaik ist unökologisch, weil für die Herstellung der Module mehr Energie benötigt wird als diese in ihrem Leben erzeugen
Dieses Statement ist ungefähr 30 Jahre alt, doch hält sich wacker. In den 1970er Jahren als man begann, die Photovoltaikindustrie aufzubauen, galt diese These als richtig. Heute kann man für ein in Deutschland installiertes Modul sagen, dass die Energie für die Produktion nach 4 Jahren Betrieb wieder eingespeist wurde. Dies gilt für Dickschichtmodule, also polykistallines und monokristallines Silizium. Bei Dünnschichtmodulen mit armorphen Silizium sind es nur 2 Jahre. Würde man diese Module jetzt noch in Spanien installieren, wäre der Energieerntefaktor noch höher.
Langfristig gesehen ist Strom aus der Sonne also sehr ökologisch und vor allem auch wirtschaftlich.

SSKW Borna

Man wird den Welthunger nicht mit den uns zur Verfügung stehenden Ackerbauflächen decken können.
In den letzten 50 Jahren hat sich die weltweite Getreideproduktion mehr als verdreifacht. Aufgrund des Bevölkerungswachstums ist die Getreideproduktion pro Kopf relativ konstant geblieben und ist seit 1980 sogar rückläufig. Die jährliche Gesamtproduktionsmenge von Getreide könnte 8 Milliarden Menschen am Existenzminimum ernähren, wenn verschiedene Einschränkungen nicht gegeben wären. Aber theoretisch. Getreide macht ungefähr die Hälfte des landwirtschaftlichen Ertrags aus. Würde man die Erträge von Knollen- und Blattgemüse, Früchten, Fischen und tierischen Produkten von Weidetieren hinzuzählen, könnte man 6 Milliarden Menschen weltweit gesund und abwechslungsreich ernähren. Die Verteilung der Ernte ist allerdings recht ungleich. Hinzu kommt, dass ein Großteil der Getreideernte als Futter für Tiere dient. (Quelle: Meadows, D.: Die Grenzen des Wachstums - das 30-Jahre-Update, S. 57-58)
Laut FAO (Food and Agriculture Organization) sind weltweit rund 850 Millionen Menschen chronisch unterernährt. Hierbei handelt es sich vorwiegend um Frauen und Kinder. Rund 25 000 Menschen sterben jährlich an Hunger/Unterernährung. An dieser Stelle brauche ich, so glaube ich, nicht weiter auszuführen. Ein weiterer einschränkender Faktor für die Nahrungsmittelproduktion ist die zur Verfügung stehende Anbaufläche. Seit gut 30 Jahren hat sich die weltweite Ackerbaufläche kaum verändert, doch deren Qualität. Größtes Problem hierbei liegt darin, dass produktive Anbauflächen umgewidmet werden. Ursachen dafür sind beispielsweise Erosion, Versalzung, Ausbreitung von Städten (Urbanisierung) und Wüstenbildung (Desertifikation). Die Stadt Jakarta, beispielsweise, breitet sich so stark aus, das jährlich 20 000 Hektar Ackerflächen verloren gehen. Thailand wandelte in 5 Jahren 34 000 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche in Golfplätze um!
Ein weiterer Faktor für schwindende “Ackerflächen” ist die Flächennutzungskonkurrenz. Soll heißen, dass immer mehr landwirtschaftliche Nutzfläche für den Anbau von Energiepflanzen genutzt wird. Derzeit werden in Deutschland 5% Biosprit dem Benzin beigemischt. Dieser Biosprit wird vorwiegend aus Mais, Raps und ähnlichen Energiepflanzen hergestellt.

vegetarischer Salat

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