Übersicht der Einträge in ‘Leben’

TWIKE - Die neue Form der Mobilität in Städten

Letzten Freitag hatte ich die Möglichkeit hier in Weimar ein sogenanntes TWIKE probezufahren. Hierbei handelt es sich um ein 3-rädriges Vehicle, welches mit einem 3KW-Elektromotor angetrieben wird. Es war eine sehr neue Erfahrung, aber ich bin der festen Überzeugung, dass dieses Fahrzeug, für Menschen, die täglich nicht mehr als 130 km fahren, eine echte Alternative ist. Wie umweltfreundlich es dann wirklich ist, hängt von einem selbst ab. Aber zunächst möchte ich beschreiben, wie ein solches Gefährt aufgebaut ist und wie es sich fahren lässt. Es handelt sich hier um ein Fahrzeug, aus einem Aluminum-Rahmen, gestützt von 3 16-Zollrädern. Es ist 2650 mm lang, 1200 mm breit und hoch. Es wiegt ohne Batterien und ohne Personen 184 kg und hat 330 kg Zuladung. Je nachdem wieviele Batterien man sich einbauen lässt, schwankt die Reichweite laut Hersteller von 60 - 200km. Im TWIKE finden 2 Leute und max. 400l-Gepäck Platz. Zusätzlich kann das Fahrzeug mit einem Zusätzlichen Pedalantrieb versehen werden. Das stärkt die Fitness, macht die fehlende Heizung (in der Basisaustattung) wett, senkt den Energieverbrauch und verlängert die Reichweite. Gesteuert wird das Fahrzeug mittels einem Joystick. Am Griff sind 3 Tasten: Gas, Bremse und Blinker. Zusätzlich gibt es noch eine Fußbremse. Der Gasknopf hat zwei Stufen: Normale Beschleunigung und Vollgas. Bei der Verzögerung mittels Bremsknopf wird die Energie wieder in die Batterie eingespeist. Das Fahren ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, macht aber nach ca. 1 km viel Spaß.

Wie umweltfreundlich ist denn nun aber dieses TWIKE eigentlich? Laut Hersteller werden 0,4 - 0,8 l/100km Benzinäquivalent verbraucht. In Strom heißt dies 4 - 8 kWh Verbrauch. Wenn der Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, dann ist dieses Fahrzeug sehr umweltfreundlich. Ein hoher Nutzungsgrad dieses Fahrzeuge in Städten würde die Stadtluft deutlich verbessern, da kein Feinstaub, CO2, NOx usw. in der Stadt emmitiert würden.

Wieviel kostet dieses Fahrzeug in der Anschaffung? Das Basismodell kostet 20.000 €. Ein Modell mit kleinen Komfortausstattungen, großer Batterie und Fahrradeinbau kostet dann 30.000 € in der Anschaffung. Die sehr niedrigen Unterhaltskosten und der geringe Wertverfall stehen dem sehr hohen Anschaffungspreis gegenüber.

Meines Erachtens ist dieses Fahrzeug der Stadtwagen schlechthin. Es ist umfreundlich, ist schnell genug, hat eine ausreichende Reichweite für den Großteil der Bevölkerung und hat sehr niedrige Haltungskosten.  

Happy Birthday - Zukunft-er.de

Geburtstagsblumen

Es ist der 438. Artikel nach 365 Tagen. Die Domain “Zunkunft-Er.de” und Subdomain “meine.zukunft-er.de” werden genau ein Jahr alt.  

Ich möchte in diesem Artikel einige Statistiken zeigen, die Entwicklung darstellen und erörtern, was gelungen ist und was nicht so gelungen ist.   

In diesem einen Jahr haben 4576 Besucher beide Domains besucht, das heißt 12,5 durchschnittlich pro Tag. 34 Besucher wurden als Maximum am 03.03.2008 erfasst und im Monat April 2008 haben insgesamt 566 Besucher auf zukunft-er.de geklickt. Die meisten Besucher nutzen Windows (76%), gefolgt von MacOS (9%) und wenige nutzen Linux (7%), @Felix: Komm Junge die 10% kriegst du! :). Die meisten Besucher nutzen Firefox (46%) als Webbrowser. Die häufigsten Länder von denen aus zugegriffen wurde waren logischerweise Deutschland (76%), USA (17%), Schweiz (2,2%)… Ihr habt euch die Neuerungen der Website am häufigsten Montag abend zwischen 20 - 21 Uhr zu Gemüte geführt. Die am häufigsten besuchten Kategorien waren Energie (409 Bes.), Täglich (393) und Fotografie (317). Die wohl interessanteste Statistik zeigt folgendes: Der Jahreswechsel zwischen 2007 und 2008 war so ziemlich genau nach einem halben Jahr. Im Jahr 2007 besuchten 1573 Leute “Zukunft-Er.de” und in diesem Jahr waren es bisher sage und schreibe schon 3003 Besucher!!! 

Also an alle Leser dieser Seite ein herzlichen Dank, dass ihr euch für meine Meinungen und mein Leben interessiert!!!!! :) 

Angefangen habe ich ausschließlich mit der Domain “Zukunft-er.de”. Anfang des Jahres habe ich mich dann dafür entschieden, die Seite zu trennen. Einmal in den wirklichen Sinn und Zweck der Domain, die Erhaltung unseres Planeten Erde. Zum Anderen wurde der private Teil, mit Fotografie und den täglichen Erlebnissen, ausgegliedert auf Subdomain “meine.zukunft-er.de”. Dies war meiner Meinung nach ein wichtiger Schritt, denn Leute, die Dinge zu Umwelt, Energie und ähnlichen Fragen suchen, sollen nicht meinen privaten Erlebnissen konfrontiert werden. Mit den Themenbereichen Klimawandel, Energie, Leben, Umweltpolitik, Ökologie und Verkehr  versuche ich ein weites Spektrum im Bereich der Erhaltung der Erde abzudecken. Ich bin mir im Klaren, dass sich viele Artikel auf ein Thema spezialisiert haben. (zum Beispiel gibt es viele Artikel zur Atomkraft und auch das Thema Verkehr wurde sehr genau unter die Lupe genommen.) Ich gelobe Besserung und werde in der Zukunft wieder versuchen ein weites Themenspektrum zu behandeln. In den Bereichen “Täglich” und “Fotografie” werde ich weiter gelungene und für mich besondere Bilder präsentieren. Ich freue mich immer über rege Kommentare! 

Einen Dank, der nur teilweise etwas mit dieser Domain zu tun hat, richte ich an André Krause! Ein sehr guter Freund, der mit seiner wirklich aufopferungsvollen Hilfsbereitschaft mir schon einige Male aus der Patsche geholfen hat. Er ist einer der aktivsten Leser dieser Website, kommentiert aber leider immer so wenig. :( @André: DANKE!!!!!

Einen riesen Dank muss ich an Christoph wenden, der nicht nur der Schöpfer dieser Domain ist, sondern auch ein starker Begleiter wenn es um technische und private Fragen geht. Zu seinen weiteren liebenswerten Eigenschaften gehört auch die Kommentier-Wut. :) @Christoph: DANKE! und weiter so!!!

Einen weiteren Dank richte ich an meine Freundin Bibi! Sie gab immer kritische Hinweise und war vor Allem Ideen-Lieferant! @Bibi: DANKE, Ich liebe dich sehr!!!!! 

Mobilität ohne Grenzen - Teil III

Blich aus Flugzeug

Beim durchdenken der beiden vorangegangen Artikel, fiel mir auf, dass ich den Flugverkehr völlig außer Acht gelassen habe. Spielt dieser doch in unserer Zeit und auch in Zukunft eine erhebliche Rolle. Doch um den roten Faden erst einmal bei zu behalten, beschäftigen wir uns weiter mit dem öffentlichen Verkehr und ganz speziell mit dem Fernverkehr auf Schienen. In meinem Artikel über die Privatisierung der deutschen Bahn bin ich bereits auf die Wirtschaftlichkeit des Fernverkehrs eingegangen. Das soll auch hier an dieser Stelle nicht weiter Thema sein. Mir wird es darum gehen, wie man eine Fernreise durch Deutschland kostengünstig mit dem Zug planen kann.

Zunächst beschreibe ich die Möglichkeiten bei der deutschen Bahn (DB): Das Rabattsystem der DB ist relativ einfach.

Es gibt 3 verschiedene Bahncards (BC) (25, 50 und 100). Die Zahlen stehen für den Rabatt auf den Fahrpreis, d.h. bei der BC 25 erhält man immer 25% Rabatt, bei der 50er 50% und bei der 100er bezahlt man ausschließlich die Bahncard (es können ICE-Sprinter-Aufschläge, Sitzplatzreservierungen usw. hinzukommen). Die BC 25 kostet jährlich 55,-€, die BC 50 220,-€ und für Studenten 110€ und die Bahncard 100 3500€. Alle Preise gelten für die 2. Klasse. Nun überlegt man sich wieviel Kilometer man im Jahr ca. mit der DB zurück legt. Und legt diese Kosten dann auf die Kilometer um. So erhält die Zusatzkosten pro Kilometer. (Bei mir liegen diese Kosten unter einem Cent/Kilometer)

Desweiteren hat die DB sogenannte Sparpreise und Dauer-Spezial eingerichtet. Die Dauer-Spezial werden in begrenzter Zahl verkauft. (Ich habs noch nie bekommen) Damit kann man, unabhängig vom Besitz einer BC, für 29€, 39€ oder 49€ quer durch Deutschland reisen. (eine Strecke). Die Sparpreise ermöglichen es, durch gleichzeitige Buchung von Hin- und Rückfahrt einen (weiteren) Rabatt zu bekommen. Das heißt, der Sparpreis 25 gewährleistet einen Rabatt von 25% und der Sparpreis 50 einen Rabatt von 50%. Den Sparpreis 50 ehält man nur, wenn zwischen Hin- und Fahrt die Nacht Sa-So liegt. Unabhängig davon Hin- und Rückreise auf dem Wochenende liegen! Also man kann Mittwoch hin und Dienstag zurückfahren… Damit liegt eine solche Nacht dazwischen. All diese Sparpreise und Dauerspezials haben natürlich ein paar Nachteile. Alle sind nur in begrenzter Zahl verfügbar und sind an Züge gebunden (nur Fernzüge!!!).

Beispiel: Ich möchte von Dresden nach Jena am Freitag hin und Montag wieder zurück fahren. Nun besteht die Möglichkeit mit dem ICE nach Weimar und von da aus mit der Regionalbahn nach Jena zu fahren. Beim Kauf eines Dauer-Spezial ( ist in diesem Fall reichlich sinnlos), oder eines Sparpreises binde ich mich an einen bestimmten ICE von DD-WE und wieder zurück. (bspw. 12:55Uhr ab Dresden) Bei der Regionalbahn jedoch kann ich jeden Regionalzug zwischen WE und J nehmen an meinem Gültigkeitstag. Ich bin somit nicht an einen Zug gebunden! Ich könnte also praktischer Weise mit Christoph und Jule noch einen Kaffee in Weimar trinken :).

So, und nun wollen wir die Sparpreise mit unserer Bahncard verbinden. Naja, das geht ausschließlich mit der BC 25! Den maximalen Rabatt, den ich mit meiner BC25 erreichen kann, sind somit 62,5%. Mit der BC 50 erreiche ich maximal 50% Rabatt. Hier muss man entscheiden, braucht man die volle Flexibilität, erst eine halbe Stunde vor Fahrtantritt buchen zu können, oder kann man seine Fahrten planen und sich auf einen bestimmten Zug früh genug festlegen.

Sind zu dem Rabattsystem der DB noch Fragen? Dann stellt sie einfach bei den Kommentaren!

Seit Kurzem gibt es auch eine weitere Möglichkeit längere Strecken mit dem Zug zu überbrücken. Der sogenannte Mitfahrzug. Hier handelt es sich um durch Deutschland verkehrende Züge, normalerweise ohne Personentransport. Es sind also Züge zur Lok- und Waggonüberführung. Hier gibt es einheitliche Preise, immer eine Sitzplatzreservierung (Die Züge werden nicht überbucht). Allgemein ist das Angebot noch nicht allzu ausgebaut. Für Dresdner, Weimarer und Berliner sind sehr interessante Strecken dabei.

Ich denke, dass dies erstmal für den dritten Teil reicht. Genug Diskusionsstoff ist vorhanden. :) Im vierten Teil werde ich dann den Flugverkehr betrachten und beginnen mit dem Fahrradverkehr. Ich bin mir vollkommen im Klaren, dass ich mit meinen Bildern immer nicht ganz den Inhalt der Artikel treffe, wofür ich mich auch entschuldige. Ich hab einfach zu voreilig mit dem Bahnhofsbild begonnen. :)

Mobilität ohne Grenzen - Teil II

Fahrradbild

Heute möchte ich mich dem Thema Öffentlichen Verkehr widmen. Zunächst noch einen Nachtrag zum Individualverkehr: Ich habe mal eine Excelliste erstellt, womit man sehr einfach ausrechnen kann, wieviel das jeweilige Verkehrsmittel (Auto, Carsharing, oder Bahn) für eine bestimmte Strecke kostet. (bitte nur gelbe Felder ausfüllen)

Kosten-Auto-Carsharing-Bahn

ÖV - Öffentlicher Verkehr

Der öffentliche Verkehr ist die älteste Möglichkeit (zu Fuß ausgeschlossen) eine Strecke von A nach B zurück zu legen. Es ist Aufgabe des Staates für die Bewohner des Landes eine Mobilität mittels Bus und Bahn zu gewährleisten. Heute wird der ÖV einmal regional sowie national betrieben. Auf regionaler Ebene spricht man häufig vom öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Dieses System wird mittels Verbundsystemen in Deutschland angewandt. Diese Verbünde setzen sich aus den einzelnen Verkehrsunternehmen der Region zusammen. Zum Beispiel gehören zum Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) die Dresdner Verkehrsbetriebe, die Verkehrsgemeinschaft Meißen (VGM) und noch viele andere. Für die meisten Verkehrsbetriebe ist es nicht möglich kostendeckend einen hinreichenden Service zu Verfügung zu stellen. Die DVB hatte 2006 beispielsweise einen Kostendeckungsgrad von 73,2% (Quelle: http://www.dvbag.de/untnehm/Bilder/pdf/ZahlenDaten20072.pdf). Häufig ist es dann so, dass das städtische Verkehrsunternehmen mit dem städtischen Energieversorger zusammenarbeitet. Überschüsse aus dem Energiegeschäft fließen dann in die Verluste des Verkehrssektors. Wichtig zu wissen ist noch, dass sich der DB Konzern in verschiedene Unterhnehmen aufteilt: DB Regio, DB Netz AG, DB Cargo,…) Diese Unternehmen sollten unabhängig von einander arbeiten. Was sie natürlich nur bedingt tun. Das war jetzt aber subjektiv. Für die regionalen Schienenstrecken schreibt der Verkehrsverbund aus und es können sich verschiedenste Unternehmen für die Strecke bewerben. Alle Anbieter müssen aber immer bei Angebotserstellung eine Anfrage bei der DB Netz AG starten, um die Trassenpreise zu erfahren. Also können sich beispielsweise die DB Regio AG, InterConnex, Rurtalbahn… für verschiedenste Strecken bewerben. Soviel zur Politik. Nun muss man noch wissen, wo kann ich denn Nachfragen um eine objektive Auskunft zu bekommen. Die einfachste Möglichkeit ist das Internet:

Privatbahnen können häufig günstigere Preise anbieten als die DB und das meist mit deutlich besserem Service. (Kaffeepreis DB:2,70 €, InterConnex: 0.90€)

Hier mal einige Links, zu den verschiedenen Verkehrsunternehmen:

Regional:

Dresdner Verkehrsbetriebe:

Die DVB bieten zusätzlich einen umfangreichen Service zur Fahrplanauskunft an. Über Handy ist es möglich eine aktuelle Fahrplanauskunft zu erhalten. “Abfahrtshaltestelle#Ankunftshaltestelle#Abfahrtszeit in HH:MM” als SMS an 0172/8571011 senden und man erhält einige Sekunden später eine passende Verbindungsauskunft. Außerdem kann man sich mittels Widgets einen Abfahrtsmonitor in die Sidebar laden und hat somit einen ständigen Überblick der Abfahrten an der nächsten Haltestelle. Eine detaillierte Verbindungsauskunft erhält man auch im Internet.

Als außergewöhnlichen Service ist noch zu erwähnen, dass es einen ausgeklügelten Nachtverkehr in Dresden gibt, der es erlaubt auch nach einem langen Abend sicher wieder heimzukommen.

DADINA:

Bietet keinen großartigen Rundumservice zur Fahrplanauskunft an. Selbst die Internetauskunft kann Übergangsanschlüsse nicht einplanen. Außerdem ist bei allen Straßenbahnen in Darmstadt um 1 Uhr nachts Ruhe. Gut ist, dass das Straßenbahstrecken sehr weit in das Umland hinein reicht.

Soviel zunächst zum ÖPNV. Im Teil III werde ich dann Tipps für die Fahrkartenbuchung bei der DB geben und noch das Thema Fahrradverkehr zu Ende führen.

Mobilität ohne Grenzen - Teil I

Hbf in Dresden

Es musste ja mal kommen: Das Thema Verkehr. In Deutschland lag der Endenergieverbrauch des Verkehrssektors 2005 bei 28,7% (Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen 2006). Also reichlich ein Viertel des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland. Außerdem wurden 2004 allein im Verkehrssektor 172,8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente emitiert (Quelle: Umweltbundesamt 2006). Diese CO2-Äquivalente beinhalten mehrere Treibhausgase (NOx, CH4, Feinstaub…) und sind umgerechnet auf die Emission von CO2. Gleiches wird häufig mit Öläquivalenten gemacht. Der Verkehrssektor und der Haushaltssektor haben in den letzten Jahren die Industrie als Hauptenergieverbraucher abgelöst und spielen eine erhebliche Rolle beim Thema Luftverschmutzung!

Was also kann jeder in diesem Bereich tun, die Umwelt zu schützen, Geld zu sparen und zugleich keinen Wohlstand einbüsen zu müssen. Ein solches Konzept wird als sanfte Mobilität bezeichnet. Ziel ist es dabei nachhaltige, umweltschonende, sozial verträgliche und unfallarme Fortbewegungsarten zu fördern.

Zunächst muss man überlegen, welches Verkehrsmittel nutze ich und für welchen Zweck ist welches Verkehrsmittel geeignet. Zunächst unterscheidet man Verkehrsmittel grob in 2 Bereiche: öffentlicher Verkehr (ÖV) und Individualverkehr (IV). Beim IV wird noch unterschieden in motorisierten Individualverkehr (MIV) und nichtmotorisierter Individualverkehr (NMIV). MIV beinhaltet das Auto, MoFa, Moped, Motorrad. Zum NMIV gehören Fußgänger und Radfahrer. Der Flächenbedarf für letztgenannten Verkehr ist deutlich geringer als für PKW oder öffentlichen Verkehr. NMIV gilt daher als das umweltfreundlichste Verkehrsmittel, weil dabei “keinerlei” Schadstoffe emitiert werden. Natürlich nicht gänzlich, denn zur Herstellung eines Fahrrades wird Energie benötigt! Unter ÖV versteht man alle Verkehrsdienstleistungen, die für jeden Nutzer einer Volkwirtschaft zugänglich sind (Güterverkehr, Postdienstleistungen, Telekommunikation und Personenbeförderung).

Um nun eine umweltfreundliche Mobilität zu leben, sollten folgende Fragen beantwortet werden:

  1. Wie lang ist die gewünschte Strecke von A nach B?

  2. Welche Verkehrsmittel stehen mir für die gewünschte Strecke von A nach B zur Verfügung?

  3. Wie oft werde ich diese Strecke voraussichtlich zukünftig fahren?

  4. Wieviel Gepäck werde ich auf dieser Strecke bei mir haben?

  5. Wieviel kostet jedes einzelne Verkehrsmittel objektiv! für diese Strecke? (Es ist an dieser Stelle wichtig, alle relevanten Kosten mit einzubeziehen um eine Kostenwahrheit herzustellen!)

  6. Wie wichtig ist mir Fahrkomfort?

Das klingt jetzt womöglich sehr aufwendig, ist es aber nicht. Denn wenn man einmal im Bild über die Möglichkeiten der verschiedenen Verkehrsmittel ist, wird es im Handumdrehen entschieden sein, für welches Verkehrsmittel man sich entscheidet. Im Folgenden werde ich jetzt für jedes Verkehrsmittel ein paar kleine Planungshilfestellungen geben:

MIV:

Hier ist das Thema Kostenwahrheit ganz wichtig, denn häufig werden Anschaffungskosten, Wertminderungen am Fahrzeug, Instandhaltungskosten, Versicherung und Steuern außer Acht gelassen. Außerdem gibt es inzwischen eine Vielzahl von Antriebskonzepten, deren Nachhaltigkeit und Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern fraglich ist. Derzeit in Mode ist zum Beispiel sein Fahrzeug mit Flüssiggas oder Autogas, kurz: LPG, zu betreiben. LPG heißt ausgesprochen: Liquified Petroleum Gas. Es ist ein Produkt einer Ölraffinerie. Die Vorteile sind: Es kann bei deutlich geringerem Druck und niedrigeren Temperaturen gegenüber Erdgas gelagert werden, und verursacht weniger Schadstoffe bei der Verbrennung. Auch wenn das Kilo LPG deutlich günstiger als Benzin oder Diesel ist, so macht man sich keineswegs vom Ölpreis unabhängig! CNG, Compressed Natural Gas oder Erdgas, bedarf eines deutlich höheren Drucks bei Lagerung. Somit ist die Anwendung bei Fahrzeugen deutlich schwieriger. Erdgas verbrennt allerdings deutlich Schadstoffärmer im vergleich zu Benzin oder Diesel.

Über alternative Antriebskonzepte werde ich wahrscheinlich nochmal einen extra Artikel schreiben, denn wie ich eben freststelle, sprengt dies hier jetzt den Rahmen. :)

Kurz noch 2 Sätze zur Kostenwahrheit. Bei Anschaffung eines eigenen Fahrzeuges muss immer von einer Dauernutzung ausgegangen werden, das heißt: Man kauft sich kein Auto um einmal fix damit einkaufen zu fahren und es danach wieder zu verkaufen. Daher müssen für Fahrtkosten ALLE anfallenden Kosten pro Kilometer umgelegt werden. Dazu werden alle Fahrzeuggemeinkosten summiert und durch die Jahreskilometer dividiert.

Eine Alternative zum eigenen Fahrzeug bietet Carsharing. Mir persönlich sind bisher nur 4 Unternehmen bekannt: DB Carsharing, Teil-Auto, DVB-Carsharing, Greenwheels. Wer von euch weitere Anbieter kennt, bitte bei Kommentaren anfügen! Es ähnelt sehr dem Prinzip eines Mietwagens. Es funktioniert kurz umrissen wie folgt: Man bezahlt eine Jahresgrundgebühr und eine Anmeldegebühr um in das System aufgenommen zu werden. Damit ist es möglich sehr kurzfristig und für unterschiedliche Dauer ein Fahrzeug in gewünschter Größe zu mieten. In der Miete ist der Sprit enthalten. Die Fahrzeuge stehen nicht nur an Mietstationen sondern auch Kundennah in Wohngebieten zur Verfügung. Somit teilen sich verschiedene Leute ein Fahrzeug. Es entfällt das lästige Schlüssel holen, denn man kann das Fahrzeug mit der Kundenkarte entriegeln und der Schlüssle liegt drin. Christoph und Jule haben das nun schon getestet. Könnt ihr einen kurzen Erfahrungsbericht abgeben?

Soviel zum Thema MIV. Morgen werde ich dann zur ÖPNV- und Fahrradnutzung Tipps abgeben. :)

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