Übersicht der Einträge in ‘Umweltpolitik’
Der grüne Punkt - sinnvoll oder sinnlos?
Heute möchte ich über das Prinzip des „Grünen Punktes“ schreiben. In diesem Semester besuche ich eine Vorlesung zum Thema “Kunststoffrecycling“. Zunächst möchte ich das „Duale-System-Deuschtland“ (DSD) beschreiben. Es geht dabei um die Trennung von Müll. Jeder kennt den riesen Betrag auf der Betriebskostenabrechnung und ärgert sich dann über deren Höhe. Ich möchte heute beschreiben, warum es sinnvoll sein kann, die Hausgemeinschaft zur Mülltrennung zu animieren. Bei einem Dualen System ist es nicht weit her geholt zu behaupten, dass es zwei Systeme gibt. Das eine System ist das System des Restmülls, also jeder Haushaltsrestmüll. Das andere System ist das des grünen Punktes oder als gelbe Tonne bekannt.
Worin liegt nun aber der entscheidende Unterschied? Einfach darin, dass die graue Tonne/Restmüll vom Mieter getragen wird und die gelbe Tonne von den Verpackungsherstellern. Das wenn ich zu faul zur Mülltrennung bin, zahl ich kräftig aus der eigenen Tasche:
Das DSD (gelbe Tonne) wird von den Verpackungsherstellern finanziert. Im Gegenzug erhalten sie das Label des grünen Punktes. Das heißt, sie müssen sich nicht um das gesetzlich vorgeschriebene Recycling kümmern. Das übernimmt die DSD AG für den Hersteller. Die DSD finanziert von den Lizenzeinnahmen das Holsystem (also die Abholung der gelben Tonne) und das Recycling. Die Abholung der gelben Tonne ist also nicht in der Betriebskostenabrechnung enthalten! Die Abholung der grauen Tonne wird hingegen anhand des Müllvolumens dem Mieter in Rechnung gestellt. Die Städte haben daher wenig Interesse seinen Bürgern das System zu erklären.
Nur aber wieder weg von der Polemik.
Wie schon angedeutet ist eine bestimmte Recyclingquote gesetzlich vorgeschrieben. Sie ist abhängig von der zu verwertenden Fraktion (Glas, Kunststoff oder Pappe). Für Glas beträgt die Recyclingquote 75% und liegt tatsächlich bei 106%. Für Pappe gilt 60% gesetzlich und 132% tatsächlich und für Kunststoffe 60% gesetzlich und 134% tatsächlich.(Quelle: www.gruener-punkt.de)
Warum ist die tatsächliche Recyclingquote aber über 100%? Das liegt einfach daran, dass die Haushalte nicht nur lizensierten Müll (also mit „grünem Punkt“) sondern auch andere Verpackungen in die gelbe Tonne werfen. Diese Tatsache ist natürlich für das Unternehmen DSD AG nicht wünschenswert. Denn nur 100% werden lizensiert.
Was ist aber mit den Verpackungen, die keinen grünen Punkt haben? Der Verpackungshersteller ist dann verpflichtet die Verpackungen zurück zu nehmen und auf eigene Kosten zu recyceln. (z.B. dm)
Ist es denn illegal den Müll zu verbrennen? Die restlichen 40% des Mülls dürfen energetisch verwertet werden. Daher ist es nicht illegal. Aus energetischen Gesichtspunkten ist es, im Gegensatz zur Neuware, nicht sinnvoll Kunststoffe zu recyceln. Der Energieaufwand zur Herstellung von Neuware liegt für Polyethylen (PE) bei 92 GJ/t. (incl. 51 GJ/t des eigenen Energieinhalts). Der Energieaufwand PE zu recyceln (inclusive Müllsammlung, Sortierung usw. jedoch ohne Entfärbung) beträgt 108 GJ/t. Die Schweiz hat das System des grünen Punktes nicht übernommen: Dort wird jeder Müll energetisch verwertet. Als das DSD in Deutschland Mitte der Neunziger Jahre eingeführt wurde, war es in staatlicher Hand. Heute ist es ein komplett privatwirtschaftliches Unternehmen und erzielt Gewinne.
Schlussendlich kann man mit der Trennung von Müll als Mieter oder Hausbesitzer sehr viel Geld sparen! Wenn man auch seinen Hausbewohnern das System kurz erklärt, kann sich das in der nächsten Nebenkostenabrechnung bemerkbar machen!
Der ökologische Nutzen bleibt zu hinterfragen, denn ein recycelter Kunststoff muss nicht die gleichen Eigenschaften einer Neuware haben. Bei Glas und Pappe ist der ökologische Vorteil beträchtlich!
Armut auf der Welt
In den kommenden Wochen werde ich öfter das Thema Wachstum und dessen Grenzen in den Mittelpunkt der Artikel stellen. Grund dafür ist meine derzeitige Literatur: Meadows, Dennis: Die Grenzen des Wachstums - das 30-Jahre-Update. Im Groben geht es darum, das eine Gruppe von Wissenschaftlern sich mit Systemdynamik befasst hat. Ganz speziell mit den Verwicklungen und Verzweigungen des Weltsytems. Ihr erstes Buch: “Die Grenzen des Wachstums” erschien 1972 und löste eine große Debatte in Politik und Presse aus. 1992 erschien dann eine Neuauflage, “Die neuen Grenzen des Wachstums” mit aktualisierten Daten und den Geschehnissen bis dahin.
Nun aber möchte ich zunächst auf einen Teilbereich besonders aufmerksam machen, weil er meines Erachtens bisher wenig Bedeutung für unser tägliches Handeln hat. In der Politik und der Wirtschaft wird seit langem gerätselt und geforscht, wie die Armut auf der Welt verringert oder beseitigt werden kann. Häufig hört man die These: Wachstum ist notwendig, damit Armut verschwindet. Oder: Bei der gegenwärtigen Struktur des Wirtschaftssystem führt Wachstum nicht zu einem Ende der Armut. ”Im Jahr 1998 mussten mehr als 45% der Weltbevölkerung mit Durchschnittseinkommen von 2 Dollar am Tag oder weniger auskommen.” (Quelle: Meadows, Grenzen des Wachstums - 30-Jahre-Update, S. 41). Die starke Industrialisierung führte mehr zu einer ungleichen Verteilung des Mittel. Der Armut wurde damit nicht entgegengewirkt. Im Gegenteil. Das hat mehre Gründe: Einen konzentriert sich das derzeitige Wirtschaftswachstum auf die bereits wohlhabenden Länder. An dem Beispiel, dass Kapital durch Verzinsung exponentiell ansteigt, kann man sehen, dass Wachstum eine immer größere Kluft zwischen den Reichen und den Armen bringt. Einer der viel hat, bekommt durch hohe Zinsen noch viel mehr. Jemand der wenig hat und sich gar Kapital leihen muss um zu überleben, verliert umso mehr bzw. hat immer weniger. Würde man das globale Bruttosozialprodukt in 5 Teile, nach reich und arm, teilen, so würden die reichsten 20% einen Anteil von ca. 82% einnehmen. Der Anteil der Ärmsten 20% würde die 1%-Marke wohl kaum übersteigen.Die Ursache das Wirtschaftswachstum die Kluft zwischen arm und reich immer weiter verstärkt liegt zum Einen an dem gesellschaftlichen Phänomen, dass systematisch die Privilegierten mit Macht und Ressourcen, mit denen diese noch mehr Privilegien gewinnen, belohnt werden. “Beispiele hierfür reichen von offener oder versteckter ethischer Diskriminierung bis zu Steuerschlupflöchern für Reiche; von minderwertiger Ernährung die Kinder der Armen bis zu elitärer Schulbildung für Kinder der Reichen,[…]” (Quelle: Meadows, S. 44). Dieser Kluft kann beispielsweise mit Anti-Diskriminisierungsgesetzen, mit zunehmendem Einkommen steigende Steuersätze, Bildung und medizinische Versorgung für alle… entgegengewirkt werden.
Wir, in den wohlhabenden Industrieländern müssen uns für unseren Konsum und unseren Überfluss nicht persönlich für unser ausbeuterisches Handeln rechtfertigen. Unser Gewissen wird nicht täglich dadurch getrübt einem anderem Menschen gerade Leid zuzufügen. Nein, wir müssen es nicht sehen. Und ein Großteil derer, die in Überfluss leben, werden nie den Menschen begegnen denen sie geschadet haben.
Meiner Meinung nach gibt es 2 Wege die Abhilfe schaffen können.
Der eine Weg wäre eine Reformierung des Finanzsystems. Sie sollte eine Abschaffung des Zinssystems für Geld beinhalten. Das würde verhindern, das Reiche immer reicher werden und arme immer ärmer. Zusätzlich sollte man das Klassensystem vermeiden, also keine erste und zweite Klasse in den Zügen beispielweise.
Der Zweite Weg führt über eine gerechte Entlohnung der Arbeit anderer. Eine Entlohnung, die Armen Menschen bzw. armen Ländern die Chance auf Bildung ermöglicht. Das Stichwort “fairer Handel” ist hier passend. Viele Produkte des täglichen Bedarfs (Kaffee, Tee, Kakao, Holz, Kleidung…) sind heute schon im Handel erhältlich. Darauf werde ich in den kommenden Artikeln weiter detailliert eingehen.
Die Kraft des Windes - Power of Wind
In der letzten Marketing-Vorlesung wurde uns ein Werbespot vorgestellt, der wohl mehrere Preise gewonnen hat. Dieser hat mich sehr überzeugt, denn er zeigt auf eine sehr erheiternde Weise die Vorurteile gegen Windenergieerzeugung. Ohne aufdringlich zu wirken, zeigt dieser Spot, dass Wind eine Energieform ist, die einfach vorhanden ist und kostenlos genutzt werden. Auch wenn Wind oft störend wirken kann, als Radfahrer spreche ich aus Erfahrung!
Der Spot: “Power of Wind“
Bei Eupuron ist dieser Spot auch auf English zu sehen, denn es ist schließlich eine Werbung dieser Firma!
Nehmt euch 4min Zeit…
Nochmal möchte ich auf einen kleinen Film der UNEP verweisen, der, wie ich denke, sehr eindrucksvoll zeigt, wie es um unseren Planeten steht und was wir tun können, um die Kurve zu kriegen. Nehmt euch die 4 Minuten Zeit, klickt auf Vollbild und lehnt euch zurück.
Werbung der UNEP
heute erst habe ich bei Eurosport eine sehr schöne Werbung der UNEP gesehen. Ihr Anliegen ist es Menschen zu animieren den öffentlichen Personennahverkehr(ÖPNV) statt des Autos zu nutzen. In diesem Fall wird gesagt, die Lehrerin habe gesagt… Das ist eine tolle Vorstellungen, wenn Lehrer ökologische und soziale Werte vermitteln. Sie müssen es dann nur noch vorleben. An einer, in meinem engen sozialen Umfeld, bekannten Grundschule fahren nahezu alle Lehrer mit dem Auto in die Schule. Na dann, erklärs mal den Kindern.